Gesund in Brilon

Kurz und knapp:

  • Gesundheitsversorgung muss auch in Zukunft in einer breiten Palette ortsnah und am besten konzentriert im Gesundheitspark Am Schönschede gewährleistet werden.
  • Investitionen in die Gesundheitsversorgung sind auch Investitionen in eine wirtschaftsstarke Gegenwarts- wie Zukunftsbranche mit wichtigen Sekundäreffekten.
  • Der Bestand an Gesundheitswirtschaft in unserer Stadt kombiniert mit den Vorzügen der Natur, die die Stadt und die Dörfer prägt, sind hervorragende Grundlagen für die Etablierung und Ausweitung gesundheitstouristischer Angebote.

In aller Ausführlichkeit:

Ortsnähe sehe ich auch im Bereich der gesundheitlichen Versorgung als eine unabdingbare Aufgabe. Wie bisher im Rahmen meiner Tätigkeit als stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Krankenhaus Maria Hilf gGmbH werde ich auch in Zukunft die Strategie des Krankenhauses nach allen Kräften unterstützen, die auf wachsen statt weichen gerichtet ist. Der Gesetzgeber hat sich vor Jahren dazu entschlossen, die Gesundheit dem Markt zu überlassen – eine Entscheidung, die ich, ganz nebenbei gesagt, in ihrer Grundausrichtung für falsch halte. Der Rat der Stadt Brilon hat dann den richtungsweisenden Beschluss gefasst, sich diesem Wettbewerb mit einem kommunalen Krankenhaus zu stellen, das die Rechtsform der gGmbH erhalten hat. Seitdem wird dort eine zukunftsweisende Ausrichtung verfolgt, die inzwischen bundesweit Beachtung findet. Der Baukran ist in den vergangenen Jahren ein stetiger Gast am Krankenhaus, was allein zeigt, welche Wachstumsanstrengungen dort ihre Umsetzung finden. Dieser Weg muss weiter gegangen werden und dafür stehe ich. Andere Kommunen mussten sich bereits schweren Herzens von ihrem Krankenhaus verabschieden, dieses Schicksal soll Brilon und seinen Bürgerinnen und Bürgern erspart bleiben. Stellen Sie sich nur den tagtäglichen Fall vor, dass Ihr Kind sich beim Spielen verletzt und ärztliche Betreuung braucht. Wollen Sie dann auf eine Krankenhausversorgung angewiesen sein, die Sie in Paderborn oder Kassel wahrnehmen können? Der große Vorteil eines Krankenhauses vor Ort ist unermesslich und ein wesentlicher Standortfaktor für Menschen jeder Generation. Dabei geht es auch um eine Einbindung der niedergelassenen Ärzte in ein gesundheitsversorgendes Gesamtkonzept, denn – und das wissen wir alle – die Attraktivität des Berufs als Landarzt wurde durch die Gesundheitsgesetzgebung deutlich eingeschränkt und muss daher durch Maßnahmen vor Ort neu geschaffen werden. Wir sind hier in Brilon insoweit auf einem sehr guten Weg, den ich gerne weiter verantwortlich begleiten möchte. Letztlich sind es auch im Gesundheitspark bei wachsender Tendenz zurzeit 500 Menschen, die dort Arbeit finden.

Die hervorragende gesundheitswirtschaftliche Ausgangslage unserer Stadt bietet auch die Gelegenheit, Brilon und die dazugehörigen Dörfer touristisch fortzuentwickeln. Wer heute Tourismus betreibt, kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass die Gäste kommen, wenn es zwei Freibäder und drei Hallenbäder und darüber hinaus eine attraktive Landschaft gibt. Tourismus erfordert Schwerpunktbildung und was bietet sich da für uns mehr an als eine Ausrichtung auf den Gesundheitstourismus. Präventive wie ambulante und stationäre, rehabilitierende wie pflegerische Komplettangebote für Menschen aller Generationen bieten hier eine hervorragende Möglichkeit, auf den bestehenden Strukturen aufzusetzen. Wenn dies in gemeinsamer Anstrengung gelingt, kann dies zu einer win-win-Situation führen, deren Profiteure über den Gesundheitspark, die gastronomischen Anbieter, die Beherbergungsbetriebe bis hin zum Campingplatz, die Vereine und die die damit importierte Kaufkraft aufnehmenden Betriebe sehr breit gestreut sind. Auch hier gilt es, die Marke Brilon zu schaffen, deren Markenimage aus gesundheits- und familientouristischen Komplettangeboten besteht.