Arbeiten in Brilon

Kurz und knapp:

  • Die heimische Wirtschaft, die heimischen Unternehmen ist/sind die unabdingbare Grundlage für ein gelingendes Leben in allen Generationen vor Ort.
  • Ein „Bündnis für Arbeit in Brilon“ kann zweierlei bewirken: Heimische Fachkräfte für die Unternehmen, Arbeitsplätze für die Menschen unserer Stadt und der Dörfer.
  • Attraktive Rahmenbedingungen ermöglichen das Miteinander von Leben und Arbeit, von Familie und Arbeit in unserer Stadt.

In aller Ausführlichkeit:

Ziel muss es sein, dass Brilon den Einwohnern die Möglichkeit bietet, ortsnah arbeiten zu können. In diesem Zusammenhang wurden in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen und eine gelungene Wirtschaftsförderung betrieben. Ca. 13.000 Arbeitsplätze in Brilon sprechen eine deutliche Sprache – hier sind wir weitaus besser und breiter aufgestellt als manche vergleichbare Kommune und dies ist das Ergebnis einer weitsichtigen Arbeit in der Verwaltung und im Rat der Stadt. Sieht man sich die Wirtschaftslandschaft unserer Stadt und unserer Dörfer an, kann man nur staunen über den dort erkennbaren Unternehmergeist und die Innovationskraft. Brilon ist ein Wirtschaftsstandort, den es durch eine verlässliche verwaltungsseitige Begleitung der Unternehmer zu erhalten und auszubauen gilt. Die Bemühungen der Vergangenheit verpflichten dazu, diese fortzuführen und, wo möglich, zu erweitern. Starke, innovative Unternehmen sind der Schlüssel zu einer gesunden Bevölkerungsstruktur und einer adäquaten Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in allen Bereichen und Altersstufen. Wir müssen die „Marke Brilon“ voranbringen und ins Bewusstsein rufen. Eine starke Regionalwirtschaft braucht auch gemeinsame Bemühungen der wirtschaftlichen Akteure, von denen diese wechselseitig profitieren können. Die Projekte „OHO“ von 8 Briloner Einzelhändlern und Handwerkern und “Unternehmensinitiative Big Six Brilon – Deine Zukunft” bieten gute Beispiele dafür, wie dies gelingen kann.

Was ich anstrebe, ist ein „Bündnis für Arbeit“ für Brilon und seine Dörfer, welches das Ziel verfolgt, möglichst viele junge Menschen vor Ort mit Arbeit und die Wirtschaftsbetriebe unserer Stadt mit qualifizierten Fachkräften zu versorgen. Ein solches Aktionsbündnis verfolgt verschiedene Dimensionen. Zunächst geht es ganz vordergründig darum, jungen Menschen in Brilon und Umgebung Arbeit zu geben und damit eine Lebensgrundlage zu bieten. Junge Menschen und junge Familien an Brilon zu binden ist eine wichtige Aufgabe, um hier vor Ort ein gesundes Miteinander der Generationen auch in Zukunft zu gewährleisten. Natürlich müssen dann auch die Lebensbedingungen für junge Familien attraktiv bleiben – das Bewusstsein, dass dies in Brilon gegeben ist, muss der „Marke Brilon“ anhaften. Wenn Familien nicht auf eine verlässliche Kinderbetreuung ab dem 1. Lebensjahr zurückgreifen können, wenn Familien Brilon nicht auch als attraktive Einkaufsstadt wahrnehmen, wenn Familien in Brilon unzureichende Möglichkeiten der Freizeitgestaltung haben, wenn Familien sich in Brilon fremd fühlen, wenn Familien für ihre Kinder eine nicht hinreichende Schullandschaft erkennen, wenn also die Rahmenbedingungen für ein gutes Leben in Brilon fehlen, verwässern all die Bemühungen um Arbeitsplätze. Um aber jungen Leuten auch einen Anreiz zu bieten, in ihrem Heimatort Ausbildung und Arbeit wahrzunehmen, halte ich es für entscheidend, sie mit den entsprechenden Möglichkeiten frühzeitig vertraut zu machen. Das heißt ganz konkret, dass ich mich dafür einsetzen werde, Jugendlichen bereits während ihrer Schulausbildung die Möglichkeit zu vermitteln, sich über die herkömmlichen Praktika hinaus praktisch mit einer möglichst großen Anzahl von Berufsfeldern vertraut machen zu können. Dazu erforderlich ist die Bereitschaft heimischer Arbeitgeber, diese Möglichkeit einzuräumen. Dazu erforderlich ist aber auch die Einbeziehung der Schulen, um einen passenden Organisationsrahmen zu entwickeln. Dabei soll auch die wissenschaftlich inzwischen unbestrittene Tatsache Berücksichtigung finden, dass viele Jugendliche ab einer gewissen Altersklasse effektiver und besser lernen, wenn sie praktisch handeln als wenn sie herkömmlich unterrichtet werden. Insofern enthält das Konzept auch eine pädagogische bzw. didaktische Dimension. Ich sehe darin auch die Chance, Ausbildungsplätze für die Jugendlichen zu sichern, die bereits in den Unternehmen vorstellig geworden sind und dort gearbeitet haben. Letzten Endes geht es darum, Integrität und Identität zu schaffen und zu erhalten.